Tajsich träumt von Top-3-Platzierung in Südafrika

1. OWC Siegerin Sonja Tajsich | © Roland HindlRegensburg/Port Elizabeth. Nach ihrer Babypause will die Triathletin Sonja Tajsich aus Eilsbrunn bei Regensburg wieder ein Ausrufezeichen in der internationalen Tri-Szene setzen: beim Ironman in Südafrika (5. April) peilt sie mindestens eine Top-5-Platzierung an. „Top-3 wäre eher noch, was ich mir erträume“, sagte die Top-Athletin. Um ihr Ziel zu erreichen, hat Tajsich ihre Vorbereitung komplett neu strukturiert und in Sachen Equipment deutlich aufgerüstet. Die Sportlerin kann den Wettkampf durchaus selbstbewusst angehen, immerhin hat sie im Jahr 2006 den Ironman Malaysia gewonnen.

In Port Elizabeth wird sie aber auf ein – gerade bei den Frauen – hochkarätig besetztes Teilnehmerfeld treffen. Titelaspirantin ist vor allem die Vorjahressiegerin und vielfache Ironmangewinnerin Bella Bayliss (ehemals Comerford). „Mit Lucie Zelenkova, die auch einen großen Leistungssprung gemacht hat, und der ehemaligen Europameisterin Andrea Brede muss ich rechnen“, meint Tajsich.

An Ihre Chance glaubt sie dennoch. „Es kommt natürlich immer auf den Tag an und ob es Zwischenfälle gibt“, sagte sie im Vorfeld des Wettbewerbs. Die Strecke sei nicht schwer, aber windanfällig. „Bei Top-Bedingungen traue ich mir eine Zeit unter 9.30 Stunden zu.“ Damit würde sie ihre persönliche Bestzeit von 09:36 bei einem Langdistanz-Triathlon unterbieten. Dass sie derzeit topfit ist, hat Tajsich zuletzt bei der „1. Maxi DSL Winterlauf Challenge“ bewiesen. Souverän gewann sie alle drei Rennen der neuen Serie im Oberpfälzer Seenland (Landkreis Schwandorf/Bayern). „Es war schon beeindruckend, wie überlegen sie die drei Läufe dominiert hat“, sagte der Organisator des Laufs, Sven Hindl von Wechselszene Sportpromotion, der auch das Marketing für die Athletin übernommen hat.

Sonja Tajsich beim Ironman Zürich | © Thorsten FrahmDer Grund für ihren Durchmarsch dürfte der neue Trainingsplan sein. Nach der Geburt ihrer Tochter Lisa Sophia hat Tajsich im vergangenen September wieder angefangen,  nach Plan zu trainieren. „Der Aufbau lief super und ohne Komplikationen.“ Sie hat sich in gute Hände begeben, ihre Vorbereitung überwacht Susanne Buckenlei vom Professional Endurance Team. Die Sportwissenschaftlerin kann dabei selbst auf mehrere Top-Platzierungen bei großen Tri-Wettkämpfen verweisen. „Ich habe mir Südafrika als ersten Formcheck und Höhepunkt ausgesucht, weil ich den Zeitraum von sechs Monaten für ein akribisches Training genau richtig finde“, erklärt Tajsich. Zudem sei das Klima angenehm und es gebe keine Zeitverschiebung – all  das sei vor allem wegen ihrer Tochter wichtig. Anders als in den Vorjahren setzt die Ironman-Siegerin jetzt verstärkt auf Krafttraining. Ruhetage und Ruhewochen sind ebenso Pflicht wie der wöchentliche Gang zum Physiotherapeuten des Praxis Teams Gerhard Haslbeck – und viel Schlaf. „Aber gerade das ist nicht so leicht, mit einem kleinen Kind.“

Mit Schwimmstil-Analyse feile sie an ihrer Technik. „Das ist harte Arbeit“, sagt die sportliche Mutter. Als Nahrungsergänzung greift sie auf Cadion zurück. In den Wettkampf wird sie mit einem neuen Neopren-Anzug von Aquaman, sowie einem Zeitfahrrad von Planet X mit Xentis-Aerolaufrädern gehen. In dem einwöchigen Radblock während ihres Trainingslagers habe sie genug Zeit, sich an ihre neue „Waffe“ zu gewöhnen und das Equipment einem ordentlichen Praxistest zu unterziehen. „Ich bin sehr gespannt, wie sich mein Training samt idealem Umfeld auf meine Form auswirken wird.“

Weitere Informationenen:

  • www.sonja-tajsich.com
  • www.susanne-buckenlei.de

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