Sonja Tajsich im Interview: Winterlaufserie passt perfekt in die Vorbereitung

Sonja Tajsich startet bei der Winterlaufserie im Oberpfälzer Seenland

Regensburg/Schwandorf. Sonja Tajsich gehört zu den besten Triathletinnen in Deutschland. Mit ihrem Sieg beim IRONMAN in Malaysia untermauerte sie dies eindrucksvoll. Zusammen mit der Wechselszene Sportpromotion will sie in der kommenden Saison ganz vorne mitspielen. Klar, dass die Regensburgerin die „Oberpfälzer Winterlauf Challenge“ (OWC) im Oberpfälzer Seenland Anfang 2009 zu einer ersten Standortbestimmung nutzen will.

Sonja Tajsich zu ihren Zielen, Spaß und Südafrika:

Dem Klischee nach frösteln Frauen doch recht schnell – wie konntest Du Dich dann zur OWC anmelden?
ST: Ich finde es super, dass es so eine Challenge in der Region gibt. Ich fand die Idee in Ismaning schon immer toll und hab dort auch schon öfter mitgemacht. Aber bis nach Ismaning ist es  mir dann doch zu weit zu fahren. Denn im Winter sind die Läufe eher zur Vorbereitung nötig, da finde ich weite Anfahrten nicht so effektiv.

Auf welche Wettbewerbe bereitest Du Dich vor?
ST: Mein Ziel in diesem Jahr ist der IRONMAN Südafrika Anfang April. Da liegen die Läufe perfekt für die Vorbereitung. Vor allem, weil auch ich mich im Winter aufraffen muss, schnelle Läufe zu absolvieren. Der Aufbau der Serie passt auch gut: erst zehn Kilometer, einen Monat später 15 km und im März dann 21 km. Der Termin ist zudem kurz vor dem Wettkampf, das passt einfach.

Was erwartest Du Dir von den Rennen bei klirrender Kälte?
ST: Man sieht auch mal im Winter, wo man steht. Die anderen Athleten haben ja auch Winter und kaum einen Trainingsvorsprung. Letztendlich ist es ein guter IST-Vergleich.

Es ist aber sicher nicht nur das, oder?
ST: Es ist schön, auch im Winter andere Athleten zu treffen. Bei solchen Veranstaltungen kann man vorher und nachher schön ratschen, man sieht einfach einige Leute. Und dass nicht die Leistung, sondern der Spaß im Vordergrund steht ist für diese Jahreszeit perfekt.

Können ehrgeizige Sportler so einfach abschalten?
ST: Es wird ja keiner dran gehindert, trotzdem so schnell zu laufen, wie man kann und will – aber das ist nicht erste Priorität. Klar ist man im Sommer schneller – und das ist auch gut so. Da geht es jedem gleich!

Wie passt die Serie in Deinen Trainingsplan?
ST: Verschiedene Reize setzen ist wichtig im Trainingsaufbau. Warum nicht mal ein bisschen schneller laufen? Und da tut man sich viel leichter, wenn man an einer Startlinie steht und einen Startschuss hört und viele um einen rum loslaufen. Das motiviert und heizt an. Und man bekommt einen Motivationskick – Lust auf die Saison!

Hintergrund:
Die „Oberpfälzer Winterlauf Challenge“ (OWC) ist eine Serie von drei Distanz-Läufen. Der erste Lauf (25. Januar) wird über eine Distanz von rund zehn Kilometern am Steinberger See ausgetragen. Die Sportler werden von Steinberg in einem Rundkurs zum Steinberger- und am Knappen See vorbei und zurück laufen. Ebenfalls als Rundlauf ist das Rennen am 15. Februar am Murner See angelegt. Die Strecke ist rund 15 Kilometer. Zwei Mal geht es um den See. Das Finale des OWC ist ein Halbmarathon (ca. 21km), der die beiden Seen verbindet.

Das Interview führte Roland Hindl (Wechselszene Sportpromotion).

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